Qualitative Risikoanalyse (Schritt 2)

Geändert am Do, Nov 13, 2025 um 1:56 NACHMITTAGS

In der qualitativen Risikoanalyse betrachten Sie entweder Asset-basierte oder Szenario-basierte Risiken. 

1. Asset-basierte Analyse

Ausgangspunkt ist ein konkretes Asset, z. B.:

  • ein Server, eine Cloud-Anwendung oder eine Kundendatenbank

Dazu werden folgende Fragen gestellt:

  • Welche Schwachstellen hat dieses Asset? - Verlinken Sie diese oder legen Sie neue Schwachstellen an

  • Welche Bedrohungen könnten es treffen? - Verlinken Sie diese aus den Ressourcen, oder legen Sie neue an

  • Wie wahrscheinlich ist ein erfolgreicher Angriff oder Fehler?

  • Wie schwer wären die Folgen?

➡️ Das Ergebnis ist ein Risikowert, der mit dem Schutzbedarf des Assets multipliziert wird. In der Asset-Übersicht können Sie so Assets miteinander vergleichen.


2. Szenario-basierte Analyse (Risikoszenarien)

Hier starten Sie mit einem gedachten Vorfall und lassen das Feld "Schwachstelle" leer. Das Szenario beschreiben Sie im Titel, z. B.:

  • „Cyberangriff auf das Mailsystem“

  • „Verlust eines unverschlüsselten Notebooks im Außendienst“

Dann bewerten Sie:

  • Wie hoch ist die Ausnutzbarkeit in diesem Szenario, also wie realistisch ist die Eintrittswahrscheinlichkeit?

  • Welche Auswirkungen hätte es / Schwere der Bedrohung?

  • Welche Assets wären betroffen?

➡️ Diese Methode hilft besonders gut, kritische Prozesse und Querverbindungen zu verstehen.


Tipp: In der Risiko-Konfiguration können Sie Ihre Matrix anpassen. Der Standard ist auf eine 4x4 Matrix ausgerichtet.



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